
Mit diesem Thema sind zwei wichtige Themen angesprochen. Zum einen geht es um interkulturelle Erziehung,
zum anderen um Spracherwerb mit dem gleichzeitigen Ziel interkultureller Erziehung. Und Sie werden sich fragen, um welche
Sprache es dabei gehen soll, die Muttersprache von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache oder das Deutsche? Interkulturelle
Erziehung, wird man nun argumentieren, bedarf nun mal einer gemeinsamen Sprache, und das kann ja nur das Deutsche sein.
Und auch der angekündigte Titel „Spracherwerb und Integration“ lässt vermuten, dass die gemeinte Sprache das Deutsche
sein muss, denn wie soll man die Kinder sonst integrieren, wenn nicht über die Sprache? Und weiß man nicht zuletzt seit
der Pisa-Studie, dass ausländische Kinder besser Deutsch lernen sollen, damit sie besser integriert werden können? Ich
möchte im Folgenden zeigen, dass diese Sichtweise zu kurz greift. Zum einen ist nämlich genauer zu hinterfragen, welche
Ziele wir mit der interkulturellen E. verfolgen und zum anderen, welchen Beitrag die Sprache hierzu leistet.